Der Bürgerpark Oranienburg

Die Idee zu diesem Projekt entstand, weil es meiner Meinung nach immer noch zu viel Brachflächen in dieser Stadt gibt. Und zu wenig Plätze, Grünflächen und Naherholungsgebiete, die unentgeltlich nutzbar sind. Soweit so gut…
Was aber wäre wenn alle Bürger Oranienburgs sich Ihren Park planen, aktiv an der Umsetzung mitzuwirken und ihn schlussendlich durch Kauf und Zueignung zu einer Stiftung dauerhaft der Bodenspekulation entzögen?

Ein ca. 2 ha großes Areal im Stadtzentrum bietet sich an, in der Rungestraße.

Ziele des Projekts

In Remineszenz an den liebend autarken grünen Gedanken, den die Geburtsstunde Oranienburgs begleitete; eingedenk der vielen Neuerungen, die durch Luise Henriette von Oranien inspiriert und durch freie Bürger mit Leben erfüllt wurden, rufen wir alle Einwohner der Stadt auf, an der Verwirklichung dieser Vision mitzuarbeiten.

Der Bürgerpark Oranienburg darf durch Gedanken, schaffende Hände und entflammte Herzen zu einem heilsamen Begegnungsraum werden. Die 800-Jahr Feier der Stadt 2016 naht, nehmen wir dies als Aufforderung, um unseren Lebensmittelpunkt aktiv attraktiver und lebenswerter zu gestalten.

Der Bürgerpark wird als Bildungsfeld für alle seinem Namen gerecht: ein Campus eruditionis, in dem biologische Kreisläufe erleb- und erfahrbar werden, in dem mitgearbeitet werden darf, die eigene Arbeit tatsächliche Zuwachsraten hat und mit der Erntezeit für jedermann zu genießen sein wird. Vorbilder sind die Städte Andernach in Deutschland und Todmorden, England. Beide werben damit, essbar zu sein.

Wir plädieren dafür, alte Obstsorten zu kultivieren; Bienenweidengehölze und –pflanzen, eingebettet in einen kleinen Lehrpfad, anzubauen. Das ermöglicht z.B. Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, Unterricht mit und in der Natur zu gestalten.
Die geplante Wasserfläche dient der Verbesserung des innerstädtischen Kleinklimas – in jeder Hinsicht. Als kleiner Aufenthaltspunkt für Wasservögel, bevor sie die kühlenden Fluten der Havel erreichen; Rückzugsraum für Amphibien & Spielplatz für Wasserläufer und –spinnen. Ein entsprechend großer Teich oder kleiner See wirkt temperaturausgleichend und befördert die Mikrozirkulation des Wassers in einem lokalen Areal. Gerade das ist wichtig in Gebieten mit hoher Bebauungsdichte und großflächigen Versiegelungen.
Das Gebiet des Bürgerparks soll auch daran erkannt werden, das ihn umlaufend wie ein schützender Mantel eine Wildfrucht- & Vogelschutzhecke umgibt. So begeben sich alle Besucher von der geordneten, steinernen Wohnstadt in die überbordende Fülle eines Naturrefugiums. So ähnlich mag es dem Prinz ergangen sein, als er die Heimstatt Dornröschens fand. Der Entdecker wird von Vogelkonzerten empfangen werden, vielleicht auch den einen oder anderen gefiederten Sänger im dichten Unterholz erblicken.
Damit das Schlendern in diesem Gartenparadies ein Ziel bekommt, planen wir einen großzügig bemessenen „Begegnungs- Austausch- Verweilbau“  für Natur- Kultur- Veranstaltungen; für Beratungen, Sitzungen und aktivem Austausch aller Bürger. Dieses Gebäude wird aus nachwachsenden Rohstoffen errichtet – ein Strohballenhaus.
Der Park wird durch viele kleine Wege erschlossen, die solarstrahlenartig von einem Zentrum zur Peripherie führen. So werden die Themen der Bepflanzung auf diesem kleinen Fleckchen Erde durch alle Jahreszeiten führen und beim Betrachter verschiedene Stimmungen hervorrufen. Ein Blütenmeer, Wildblumen, Streuobstwiese, Naschgarten, Magerwiese, terrassierte Hochbeete – für jeden Geschmack wird etwas dabeisein.

Presseberichte

„Ärger wegen des gefällten Laubbaums“ | MAZ, 18. Februar 2014
„Der letzte Baum fällt unter Protest“ | OGA, 19. Februar 2014